Mein Zuhause. Mein Wetzlar.


Wohnen muss bezahlbar sein! Wir setzen auf kluge Neubauten, faire Mieten und kreative Lösungen gegen Leerstand.

 

Die Wohnraumsituation in Wetzlar steht vor neuen Herausforderungen. Steigende Baukosten und Zinsen haben den Wohnungsbau zuletzt gebremst, wie deutschlandweit zu beobachten war. 

 

Dennoch wurden wichtige Projekte angestoßen: So entstehen im Stadtteil Dalheim sowie in der Volpertshäuser Straße neue Wohnungen durch die kommunale Wohnungsgesellschaft WWG und die Sanierung von Bestandswohnungen, beispielsweise in Dalheim, konnte abgeschlossen werden. 

Zudem hat die Stadt gemeinsam mit privaten Investoren große Vorhaben umgesetzt - etwa die Domhöfe im Altstadtzentrum, wo ein marodes 70er-Jahre-Gebäude (das alte Stadthaus am Dom) abgerissen wurde. An dessen Stelle entsteht bis 2026 ein 50-Millionen-Euro-Komplex mit Wohnungen, Veranstaltungsräumen, Restaurants sowie dem Science-Center „Explorikus“, der neuen Musikschule und Tourist-Info. Diese „Stadtreparatur“ wird die Altstadt erheblich beleben und modernen Wohnraum mitten in der Stadt schaffen - ein Erfolg, der trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen erzielt wurde.  

 

Und auch für die kommenden Jahre halten wir an unserem Kurs fest, weiter bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, und werden folgende Schritte gehen:

Nutzung neuer Fördermöglichkeiten durch das Sondervermögen des Bundes

Die Bundesregierung plant ein Sondervermögen für Infrastruktur, aus dem auch Kommunen finanzielle Mittel erhalten sollen. Wir werden genau beobachten, welche Förderprogramme sich daraus für den Wohnungsbau ergeben, und uns aktiv dafür einsetzen, dass diese Mittel dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden - vor Ort, bei uns in Wetzlar und seinen Stadtteilen. Verfügbare Mittel werden wir schnell und konsequent nutzen, um Investitionen in Neubauten zu beschleunigen und die Sanierung von Altbauten zügiger umzusetzen.

 

Leerstandsmanagement und Förderung von Altbausanierung

Wetzlar hat insbesondere in der Altstadt Wohnflächen, die nicht oder nur teilweise bewohnt sind. Auf diese Flächenreserven legen wir auch mit unserem Rahmenplan Altstadt einen besonderen Fokus. Durch die bereits auf den Weg gebrachte Aufnahme in die Städtebauförderungsprogramme, Hilfestellungen und Beratungen bei der Revitalisierung des häufig denkmalgeschützten Bestandes, sowie durch kommunale Impulse werden wir Maßnahmen ergreifen, um Leerstände zu aktivieren – neben der Fördermittelakquise für Sanierungen auch durch eine aktive Vermittlung

leerstehender Wohnungen an Menschen mit dringendem Wohnbedarf.

 

Bekenntnis zu kommunalem Wohnungsbau

Trotz steigender Baukosten müssen weiterhin neue Wohnungen entstehen. Um den Wohnungsbau anzukurbeln, setzen wir weiterhin auf die städtische Beteiligung an den Wohnungsbau-Gesellschaften WWG und GEWOBAU. Wir sind überzeugt: Ein starker kommunaler Wohnungsbau ist die beste Antwort, um langfristig bezahlbaren Wohnraum für Menschen in jeder Lebenssituation zu sichern.

 

Kompakte, nachhaltige Nachverdichtung statt Flächenfraß

Wir haben für das gesamte Stadtgebiet die Potentiale für eine Nachverdichtung ermittelt. Auch damit wollen wir in unserer wachsenden Stadt den Flächenverbrauch so gering wie möglich halten. Deshalb setzen wir verstärkt auf die Umnutzung und Aufstockung bestehender Gebäude. Wo immer es möglich ist, sollen neue Wohnungen durch intelligente Verdichtung entstehen, anstatt weitere Flächen zu versiegeln.

 

Förderung innovativer Wohnformen

Die Wohnbedürfnisse der Menschen verändern sich. Deshalb wollen wir neue Wohnformen fördern - beispielsweise gemeinschaftliches Wohnen für Jung und Alt, Mehrgenerationenhäuser oder modulare Bauweisen. Diese Modelle ermöglichen eine flexible Nutzung von Wohnraum und schaffen lebendige Nachbarschaften. Zudem streben wir die Verwirklichung von Wohnprojekten für Auszubildende an.