Mehr Bäume - weniger Hitze - null Ausreden!


Wir packen die Klimakrise an - mit Stadtbegrünung, Solaroffensive und smartem Verkehr.

 

Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit. Wir haben in den vergangenen Jahren wichtige Weichen gestellt, um den Klimaschutz voranzutreiben, Flächenverbrauch zu minimieren und nachhaltige Energieversorgung zu fördern.

 

Unsere Stadt engagiert sich für den Schutz von Böden, Stadtwald und Gewässern sowie für die Verbesserung der Luftqualität. In Zusammenarbeit mit dem Land Hessen wurde ein Bodenschutzkonzept entwickelt, das den sparsamen Umgang mit Flächen sichert und Entsiegelung vorantreibt - wir werden dieses Konzept auch weiterhin als Grundlage der Stadtentwicklung sehen.

 

Die bundesweiten Hochwasserereignisse der letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig frühzeitige Schutzmaßnahmen sind. Wir haben hier bereits früh vorgesorgt, indem beispielsweise Grundstücke entlang des Wetzbaches oder des Blasbaches gekauft wurden, um die Renaturierung der Bachläufe vorzunehmen und natürliche Überschwemmungsflächen zu erhalten. Diese Strategie hat sich als richtiger und wirksamer Ansatz erwiesen, den wir konsequent fortsetzen werden. So werden wir auf der Grundlage der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie auch Maßnahmen am Welschbach ergreifen. Ergänzend dazu werden wir weiter daran arbeiten, Stadtgebiete widerstandsfähiger gegen Starkregenereignisse zu machen, unter anderem durch verbesserte Regenrückhaltesysteme und wasserdurchlässige Bodenbeläge in gefährdeten Gebieten.

Ein weiterer Aspekt ist die Nutzung der natürlichen Energiequellen. So haben wir in der Stadt die Errichtung von fünf leistungsfähigen Windenergieanlagen vorangetrieben, die mit ihrer Energieausbeute im Stande sind, jährlich die elektrische Energie für rund 20.000 Zwei-Personen-Haushalte zu erzeugen.

 

Auch bei der Ausweisung neuer Baugebiete wollen wir einen verstärkten

Nachhaltigkeitscharakter einbringen. Dieses Ziel haben wir bereits beim ökologisch-nachhaltigen Gewerbegebiet Münchholzhausen Nord ausgegeben und werden dies auch in Zukunft weiterverfolgen. 

 

Wir wollen aus Wetzlar eine Vorreiterstadt für Nachhaltigkeit und Klimaschutz machen, um die Lebensqualität für kommende Generationen zu sichern. Dazu werden wir u.a. folgende Maßnahmen ergreifen:

Mehr Grünflächen, weniger Hitzeinseln

Um auf den Klimawandel zu reagieren, setzen wir auf mehr Stadtgrün und entsiegelte Flächen. Aufbauend auf den Ergebnissen der Stadtklimaanalyse werden wir gezielt Hitze-Hotspots in der Innenstadt und den Zentren unserer Stadtteile und Stadtbezirke entschärfen, indem mehr Bäume gepflanzt und zusätzliche Schattenbereiche und Wasserstellen sowie Brunnenanlagen geschaffen werden.

 

Wärmewende in Wetzlar vorantreiben

Die kommunale Wärmeplanung wird in den kommenden Jahren eine entscheidende Rolle spielen. Wir setzen uns dafür ein, dass Nahwärmenetze ausgebaut und verstärkt auf klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen und Solarthermie gesetzt wird. Dabei legen wir Wert darauf, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner an diesen Entwicklungen teilhaben können und nicht in Sorge leben müssen, dass sie diese Anpassungen finanziell erdrosseln. Schon heute gibt es viele gute Förderkulissen, die eine sozialverträgliche Gestaltung der Wärmewende ermöglichen. Dazu werden wir auch mit breit angelegten Beratungsangeboten beitragen. Unserem städtischen Versorgungsunternehmen kommt hierbei eine besondere Aufgabe zu.

 

Nachhaltige Mobilität weiterentwickeln

Der Umstieg auf emissionsarme Verkehrsmittel muss erleichtert werden. Wir sorgen für den weiteren Ausbau des bedarfsgerechten Ausbaus des Ladestationsnetzes für E-Fahrzeuge, gestalten aktiv die Antriebswende in dem kommunalen Fuhrpark, so auch unseres eigenen Busunternehmens. Schon heue haben wir einen attraktiven Fuhrpark mit einer modernen Busflotte, Hybridfahrzeugen und ersten Elektrofahrzeugen im städtischen Liniennetz. Den Ausbau des ÖPNV – nicht nur durch komfortable und möglichst saubere Fahrzeuge wollen wir konsequent weiter vorantreiben und

berücksichtigen in unseren Entscheidungen zur Verkehrsplanung das Ziel einer Stärkung des Rad- und des Fußverkehrs. Schon heute sind wir längst eine Stadt, in der die für den tagtäglichen Bedarf wichtigen Ziele in aller Regel unter zehn Minuten erreicht werden. Vielfach wird von der 15-Minuten-Stadt gesprochen. Diese Zielvorgabe erfüllt unsere Stadt.

 

Sonnenenergie verstärkt nutzen

Die Photovoltaik-Förderung für private Haushalte war ein erfolgreicher Start. Über die Förderwege, die seitens des Landes oder aber auch die WI-Bank angeboten werden, sowie die Errichtung von Freiflächenphotovoltaik wollen wir den Versorgungsmix nachhaltiger gestalten. Zusätzliche Anreize für Wohnungseigentümer/-innen und -gemeinschaften sollen geschaffen werden, damit möglichst viele Menschen von günstiger Sonnenenergie profitieren können. Mit den denkmalrechtlichen Erleichterungen und im Kontext mit der Umsetzung des Rahmenplans Altstadt wollen wir auch im Herzen unserer Stadt Möglichkeiten eröffnen, die Sonnenenergie „anzuzapfen“, ohne den Charakter der historischen Altstadt zu beschädigen.  Zudem werden wir bei der Planung von Neubaugebieten sorgfältig prüfen, welche Vorgaben hinsichtlich der Nutzung von Photovoltaik oder anderen, erneuerbaren Energien sinnvoll und hilfreich sind.