Egal ob auf der Straße oder im Kopf: Wir machen die Stadt inklusiv für alle.
Die soziale Teilhabe in Wetzlar wurde weiter gestärkt. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten setzen uns aus voller Überzeugung dafür ein, dass alle Menschen - unabhängig von Einkommen, Herkunft, Alter oder körperlichen Voraussetzungen - gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. In den vergangenen Jahren wurden bereits viele Maßnahmen umgesetzt, um Barrieren abzubauen und Chancengerechtigkeit zu fördern: So ermöglicht beispielsweise die WetzlarCard Menschen mit geringem Einkommen einen vergünstigten Zugang zu städtischen Angeboten - dieses Angebot wollen wir weiter ausbauen. Auch für Barrierefreiheit sorgen wir mit konkreten Maßnahmen: Bushaltestellen werden nach und nach barrierefrei umgebaut und in der Altstadt wird kontinuierlich altes Kopfsteinpflaster durch glatteres Pflaster ersetzt, was vor allem älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen das Gehen erleichtert . Aber auch die Belange der sehbehinderten Menschen, sowie der Menschen mit psychischen Erkrankungen haben wir dank der
engagierten Arbeit unseres Inklusionsbeirates im Blick.
Die Vielfalt der Stadtgesellschaft genießt weiter unser besonderes Augenmerk - etwa durch den Ausländerbeirat oder den aktiven Wetzlarer Interkulturellen Rat, die den Austausch fördern, sowie Magistrat und Stadt zu integrationspolitischen Fragestellungen beraten. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenzentrum Mittelhessen, so auch im Rahmen des Integrationslosten- Projekts, werden wir weiterführen und Menschen mit Migrationshintergrund auf diesem Wege dabei unterstützen, aktiv am Stadtleben teilzunehmen.
Darüber hinaus haben wir die Unterstützung für Menschen in der nachberuflichen Lebensphase verbessert. Der Seniorenrat der Stadt Wetzlar spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung altersgerechter Angebote, die auf einem heterogenen Altersbild aufbauen, sowie bei der Beratung der Stadtpolitik. Unser Ziel ist es, dass Menschen so lange als möglich und so selbstbestimmt als irgend möglich sich einbringen und teilhaben können. Und denjenigen, die der Unterstützung im Alter bedürfen, bieten wir mit unserem städtischen Altenzentrum, seiner angeschlossenen Tagespflege, aber auch vielfältigen Beratungsangeboten Möglichkeiten, um so lange wie möglich ein
selbstbestimmtes Leben im gewohnten sozialen Umfeld zu ermöglichen.
Ein wichtiger Baustein für eine inklusive Stadtgesellschaft sind zudem die Quartierszentren oder die Begegnungsräume, die von der Stadt vorgehalten werden. In Wetzlar gibt es erfolgreiche Stadtteil- und Nachbarschaftszentren, die als Treffpunkte für soziale und kulturelle Initiativen dienen. Diese Zentren bieten Beratung, Freizeitangebote und Unterstützungsleistungen für Familien, Kinder, ältere
Menschen und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Sie sind Orte der Begegnung und des Austauschs, die das Miteinander in den Quartieren stärken. Besonders wichtig ist es dabei, generationenübergreifende Projekte, so auch der Vereine und Verbände zu fördern. Begegnungen zwischen Jung und Alt, gemeinsame Freizeitangebote und ehrenamtliche Nachbarschaftshilfen schaffen ein starkes soziales Netz und beugen Vereinsamung vor.
Unsere nächsten Schritte für eine Stadt, in der alle Menschen selbstbestimmt leben, sich entfalten und gleichberechtigt teilhaben können:
Stärkung der Quartierszentren und generationenübergreifende Angebote
Wir wollen bestehende Quartierszentren stärken und in der Stadt(bezirks)entwicklung stets auch die Verstetigung vorhandener und die mögliche Schaffung weiterer Zentren mitdenken. Das ist gerade auch bei der Umsetzung von Programmen, wie dem in Wetzlar mit großem Erfolg praktizierten Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“, ein zentrales Anliegen. Sie sollen Anlaufstellen für soziale
Beratung, Begegnung und gegenseitige Unterstützung sein. Besonders möchten wir Mehrgenerationenprojekte fördern, bei denen Jung und Alt voneinander profitieren - sei es durch gemeinsame Freizeitangebote, ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe oder digitale Schulungen für Seniorinnen und Senioren.
Bürokratieabbau und inklusive Verwaltung
Wir setzen uns für eine bürgerfreundlichere Verwaltung ein, die für alle Menschen leicht zugänglich ist und in der niemand von sozialen Leistungen oder Verwaltungsangeboten ausgeschlossen ist. Dazu gehören klare, verständliche Formulare, barrierefreie Online-Anträge und digitale Assistenten, die insbesondere älteren Menschen oder Menschen mit sprachlichen Barrieren helfen. Gleichzeitig werden wir sicherstellen, dass persönliche Beratung vor Ort erhalten bleibt.
Barrierefreiheit weiter vorantreiben
Der barrierefreie Ausbau unseres Stadtraumes, orientiert an Menschen mit ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen ist uns sehr wichtig. Dazu zählt auch, dass Menschen mit und ohne Handicap gleichermaßen am Leben in der Stadt teilhaben und es gestalten können. Die wertvolle Arbeit des Inklusionsbeirates schätzen wir und werden dafür sorgen, dass er weiterhin stark in die politische Entscheidungsfindung einbezogen wird.