Mehr Stadt, weniger Straße - Wetzlar erfindet sich neu!


Der Abriss der B49-Hochstraße ist eine historische Chance, um Stadtteile zusammenzuführen, Freiräume zu schaffen und Wetzlar lebenswerter zu gestalten.

 

Die Stadtentwicklung Wetzlars hat unter unserer Verantwortung bedeutende Impulse erhalten. Ein herausragendes Projekt ist der Rahmenplan Altstadt, den das Stadtparlament nach umfangreicher Bürgerbeteiligung im November 2024 einstimmig beschlossen hat. Wir unterstützen die Umsetzung dieses Plans, die historische Altstadt grüner, lebendiger und verkehrsberuhigter zu gestalten, mit aller Kraft. Gemeinsam mit dem von uns initiierten Altstadtbeirat wollen wir den zentralen Stadtraum voranbringen und zukunftsfähig aufstellen. Der Schillerplatz soll zu einem „Dreieck der Begegnung“ werden und in seiner Aufenthaltsqualität ebenso gestärkt werden, wie der Fischmarkt, der Domplatz und der Kornmarkt. Weitere Sitzgelegenheiten, Bäume, Wasserspiele und auch qualitativ ansprechende Fahrradstationen haben wir im Blick. Unsere Gassen und Plätze sollen Raum für Begegnung und Lebendigkeit, für Spaß, Sport und Kultur, aber auch für unsere leistungsfähige Gastronomie bieten.

 

Flankiert wurden diese Maßnahmen stets mit der konsequenten und erfolgreichen Nutzung von bestehenden Fördermöglichkeiten. So wurde beispielsweise durch das Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ die Altstadtplanung unterstützt. Die Bemühungen um eine Aufnahme Wetzlars ins Bundesprogramm „Lebendige Zentren“ unterstützen wir außerdem ausdrücklich.

Ein weiterer Fokus lag auf dem Areal “Quartiere an der Lahn”, das im Städtebauförderprogramm „Wachstum  und nachhaltige Erneuerung“ erneuert wurde. Dort wurden brachgefallene Kaufhausgebäude an Bahnhofstraße/Lahnhof abgerissen, um Platz für innerstädtisches Wohnen, neue Rad- und Fußwege und Grünflächen an der Lahn zu schaffen und so das gesamte Bahnhofsviertel im Hinblick auf die Aufenthalts- und Lebensqualität aufzuwerten und zukunftsfähig zu machen.

 

Nicht zuletzt haben wir die Umgestaltung des Freibads Domblick zum Natur-Erlebnisbad vorangetrieben - ein Konzept, das unter breiter Bürgerbeteiligung entwickelt wurde und nun in Umsetzung ist. Dieser Bereich wird als zentraler Grünbereich in der Stadt künftig den Namen unserer Partnerstadt Pisek tragen.

 

Ein zentrales Zukunftsprojekt ist der geplante Abriss der B49-Hochbrücke quer durch die Innenstadt und die Verlegung dieser Bundesstraße, die seit 50 Jahren das Stadtbild prägt. Die nun geplante Verlegung in Form einer Tunnel-Umfahrung haben wir von Beginn an unterstützt - nicht zuletzt deshalb, weil das Verschwinden der Hochstraßen-Schneise es erlaubt, Wetzlar städtebaulich neu zu denken. Wir setzen uns dafür ein, dass der Abriss nicht nur ein infrastrukturelles Projekt bleibt, sondern ein städtebauliches Zukunftsprojekt wird. Unser Ziel ist es, die freiwerdenden Flächen

für grüne, urbane Lebensräume, verbesserte Mobilität und eine lebendige Stadtentwicklung zu nutzen. Dem werden wir auch in Zukunft unsere volle Aufmerksamkeit widmen und folgendes vorantreiben:

Ein grüner Stadtboulevard statt Betonwüste

Dort, wo heute noch die Hochstraße verläuft, soll ein grünes Band durch die Stadt entstehen - mit neuen Parks, Fuß- und Radwegen, Aufenthaltsflächen und urbanen Naherholungsräumen, aber auch wertigen Wohnungsangeboten. So wie zuletzt bei der Erarbeitung des Rahmenplans Altstadt praktiziert, werden wir die Wetzlarerinnen und Wetzlarer mit einer „Ideenwerkstatt“ an der zukünftigen Ausgestaltung des Areals beteiligen.

 

Bessere Verbindungen zwischen den Quartieren

Der Wegfall der Hochstraße ermöglicht es, bisher getrennte Quartiere und Stadtteile besser zu vernetzen. Wir wollen breite, sichere Fuß- und Radwegeverbindungen schaffen, die Innenstadt und Außenbezirke besser miteinander verbinden.

 

Mehr Aufenthaltsqualität durch weniger Verkehr

Ohne die Hochstraße kann der öffentliche Raum attraktiver gestaltet werden. Wir prüfen verkehrsberuhigte Bereiche und mehr Plätze mit Aufenthaltsqualität, um Wetzlar als lebenswerte Stadt weiterzuentwickeln.

 

Lärmschutz für betroffene Stadtteile

In der Übergangszeit ist mit veränderten Verkehrsströmen zu rechnen. Wir werden dafür sorgen, dass Anwohnerinnen und Anwohner in betroffenen Stadtteilen durch gezielte Lärmschutzmaßnahmen entlastet werden.